Was ist die Leeds-Methode?
Die Leeds-Methode ist eine von der Genealogin Dana Leeds entwickelte Tabellentechnik, um DNA-Matches farblich nach Großelternlinie einzuteilen. Sie funktioniert am besten bei Matches mit etwa 90 bis 400 gemeinsamen Centimorgan - meist Cousins/Cousinen zweiten bis vierten Grades - da nähere Verwandte oft auf mehreren Linien zugleich matchen und entferntere Matches zu wenig Anhaltspunkte liefern.
Wie die Methode funktioniert
Tragen Sie die Matches im gewählten cM-Bereich in eine Tabelle ein. Nehmen Sie das erste Match ohne Farbe und weisen Sie ihm eine Farbe zu. Prüfen Sie anschließend, welche Matches mit diesem Match gemeinsame DNA teilen ("gemeinsame Matches"), und geben Sie all diesen dieselbe Farbe. Gehen Sie dann zum nächsten Match ohne Farbe, wählen Sie eine neue Farbe und wiederholen Sie denselben Schritt. Nach einigen Durchgängen entstehen meist vier Farbgruppen, die jeweils ungefähr einem der vier Großeltern entsprechen. Ein Match, das mit mehreren Farbgruppen zugleich übereinstimmt, erhält einfach mehrere Farben; das deutet oft auf eine Verwandtschaft über mehr als eine Linie hin.
Wofür ist das nützlich?
Die Farbgruppen zeigen nicht direkt, wer ein Match genau ist, aber über welche Großelternlinie jemand wahrscheinlich verwandt ist. Das erleichtert es, unbekannte Matches einzuordnen, einen unbekannten Elternteil oder Großelternteil zu finden, oder einen Verdacht auf ein Non-Paternity-Event (eine Abweichung zwischen biologischer und bekannter Abstammung) weiter zu untersuchen.
Grenzen der Methode
Die Methode wird bei Inzucht oder Endogamie (wiederholter Verwandtschaft innerhalb derselben Familie oder Gemeinschaft) weniger übersichtlich, da Matches dann häufiger in mehreren Farbgruppen zugleich landen, ohne dass dies zwingend auf eine eigenständige Verwandtschaft hinweist. Die Technik ist plattformunabhängig: Sie funktioniert überall, wo eine Liste gemeinsamer Matches verfügbar ist, unter anderem bei AncestryDNA, MyHeritage, 23andMe und FamilyTreeDNA.
Quelle
Die Leeds-Methode wurde von der Genealogin Dana Leeds entwickelt.
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